Winterjacke – Atmungsaktiv, warm und wasserdicht bei Kälte

Klassische Winterjacken haben ein dickes Futter, so dass sie als einzige Schicht über der Alltagskleidung genügend Schutz vor Kälte bieten. Bei Outdoor-Aktivitäten ist es aber oftmals günstiger, wenn die Kleidung aus dünnen Schichten (Zwiebelschichtenprinzip) besteht, so dass jederzeit eine optimale Anpassung an die Witterung möglich ist. Beispielsweise kann ein riesiger (Temperatur-)Unterschied zwischen starkem Wind und Windstille vorhanden sein. Bei einer klassischen Winterjacke hat der Träger nur die Möglichkeit, die Jacke zu öffnen, um eine zu hohe Wärmeleistung zu korrigieren.

Muss eine Winterjacke wasserdicht sein?

Wenn es nicht extrem kalt und trocken ist, schmilzt der Schnee zumindest teilweise auf der Kleidung. Wer das nicht glaubt, sollte einmal in einem Baumwollpulli in den Schnee springen (das heiße Bad sollte allerdings schon eingelassen sein). Bei modernen Funktionsmaterialien wird zudem der warme Wasserdampf, von innen nach außen transportiert. Dadurch wird die Schneeschmelze auf der Außenseite der Kleidung begünstigt. Eine wasserdichte Hülle ist bei Winterwetter grundsätzlich empfehlenswert.

Kaufempfehlung von Winterjacken

Winterjacke ist nicht gleich Winterjacke

Der deutsche Winter kann sehr unangenehm sein, aber es gibt höchst selten arktische Temperaturen. Deswegen muss eine Alltagsjacke für Mitteleuropa nicht ganz so warm sein wie eine Winterjacke für eine Winterexpedition.

Je mehr Aktivität, desto mehr Flexibilität

Wenn Sie eine Winterjacke für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Bergsteigen benötigen, sollten Sie daran denken, dass Sie während der Aktivität eine deutlich dünnere Jacke benötigen als in Ruhephasen. Deswegen sollten Sie eine Winterjacke bzw. eine Bekleidungskombination so wählen, dass Sie zu jeder Zeit einen optimalen Schutz vor der kalten Witterung haben.

Vor extremen Touren die Winterjacke testen

Sie möchten in Sibirien im Winter zelten, einen Winterwanderung durch Lappland machen oder den Yukon vor der Schneeschmelze erleben? Dann sollten Sie auf jeden Fall Ihre Ausrüstung unter realistischen Bedingungen testen. Globetrotter hat in einigen Filialen eine Kältekammer, die allen Kunden offensteht. Alternativ bietet sich immer die Kältekammer beim Metzger des Vertrauens an. Auch auf Großmärkten gibt es Kältekammern, die Sie mit ein bisschen Glück und gutem Zureden für einen extremen Winterjackentest im Rahmen Expeditionsvorbereitung nutzen können.

Mehrteilige Jacken (3-in-1-Jacken etc.)

Eine mehrteilige Jacke kann an die jeweilige Witterung angepasst werden. Die äußere Jacke wird durch 1-2 Innenjacken ergänzt. Auf den ersten Blick scheint dies die perfekte Lösung zu sein. Für den Alltag mag dies auch stimmen, denn eine mehrteilige Jacke ist zumindest im Frühjahr, Herbst und Winter eine brauchbare Lösung. Für den anspruchsvollen Outdoor-Einsatz sind mehrteilige Jacken aber nicht immer die besten Wahl, denn meist ist die äußere Jacke zu dick für Aktivitäten bei angenehmen Temperaturen. Deswegen ist es bei Wanderungen und beim Trekking meist besser, die Bekleidung nach dem Zwiebelschichtprinzip mit einer dünnen Hardshell als Witterungsschutz zu strukturieren.

Welche Innenjacke ist optimal?

Wenn Sie eine mehrteilige Jacke kaufen, sollten Sie sich gut überlegen, aus welchem Material die Innenjacke bestehen soll. Fleece, Daune und synthetische Isolationsstoffe wie PrimaLoft sind die gängigen Varianten. Fleece ist unkompliziert in der Handhabung, trocknet schnell und ist robust. Daunen haben eine sehr gute Isolationswirkung, trocknen aber schlecht und sind deswegen bei feuchtem Wetter nicht optimal. Synthetische Isolationsstoffe bieten eine etwas schlechtere Insolationswirkung als Daunen, trocken dafür aber sehr schnell. Deswegen sind sie bei feuchtem Wetter eine sehr gute Alternative zu Daunen. Daunen sind nur bei extrem niedrigen Temperaturen aufgrund der optimalen Wärmeleistung uneingeschränkt die beste Wahl.

Wie warm muss eine Winterjacke sein?

Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, da jeder Mensch ein anderes Kälteempfinden hat. Darüber hinaus gibt es innerhalb eines Winters oftmals Unterschiede von 20 °C und mehr bei den täglichen Tiefsttemperaturen. Deswegen ist das Zwiebelschalenprinzip unschlagbar für alle Outdoor-Fans. Im Zweifel ist es immer besser, eine etwas dünnere Jacke zu kaufen oder eine mehrteilige Jacke mit einer relativ dünnen Außenjacke, um flexibel reagieren zu können.